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Jede Ausgabe der [kon] paper widmet sich einem übergeordnetem Thema, das aus gänzlich verschiedenen Perspektiven betrachtet werden kann. So suchen wir jedes Jahr Schreibende, die etwas zu dem Thema zu sagen haben. Meldet euch hier beim Newsletter an und verpasst nicht das nächste Thema und den nächsten Call for Papers.

Unser aktueller CfP //

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Unser Call for Papers zum Thema »Lücke« ist da!

Wir suchen für unsere No. 12 Texte, die sich kreativ mit dem Thema auseinandersetzen: sich um Lücken ranken, Lücken schlagen, Lücken füllen, Lücken aufdecken, Lücken verbergen oder sich in Lücken wohlfühlen. Schickt uns bis zum 15.03.26 eure…

  • Wir wünschen uns für unsere 12. Ausgabe Texte, die sich kreativ mit dem Thema »Lücke« auseinandersetzen: sich um Lücken ranken, Lücken schlagen, Lücken füllen, Lücken aufdecken, Lücken verbergen oder sich in Lücken wohlfühlen.

    Ob Denkpausen und Leerstellen im Text, Wissenslücken und blinde Flecken, Lücken im Lebenslauf, zwischen den Zähnen, im Bahnverkehr oder im Familienrecht, Risse im Narrativ, manipulative Auslassungen oder das produktive Nicht-Wissen: Lücken sind allgegenwärtig in Wahrnehmung, Sprache und Gesellschaft. Sie verstecken sich gern.

    Aber einmal entdeckt, reizen sie zum Widerstand. Für die Lücke-[kon] laden wir euch ein, mit Abwesenheiten zu arbeiten: Untersucht das

    Unvollständige, das Fragmentarische, das Verschwiegene. Spielt mit Formen, Brüchen und Auslassungen, denkt an die Lücke als Methode, als Symptom oder als Kontingenz.

    Wir freuen uns auf eure Geschichten, Gedichte, Dramolette oder sonstigen Wortkunst-Texte.

    Bitte schickt uns euren Beitrag (max. 5 Seiten) in einem offenen Format (vorzugsweise Word) gesammelt in einer Datei bis zum 15.03.2026 an wortkunst@kon-paper.de.

    Da wir die Beiträge anonym auswählen, achtet bitte darauf, dass euer Name nicht in den Texten vermerkt ist. Sendet uns gerne direkt eine separate Datei mit einer Kurzvita und euren Kontaktdaten mit.

    Wir freuen uns auf eure Beiträge! Euer [kon]-Team

    Christine, Henriette, Larissa, Paula, Susanne & Pia

    PS: Bitte schickt keine AI-generierten Texte. Auch gewaltverherrlichende oder menschenverachtende Texte akzeptieren wir nicht.

  • Lücken verbinden immer An- und Abwesenheit, sie werden erst in Abgrenzung zu einem umfassenden Ganzen benennbar – ohne jedoch Teil davon zu sein. Sie sind Unterbrechungen einer Reihe, leere Stellen, Schweigen, Auslassungen, ein Mangel, ein Loch oder aber auch eine Öffnung. Sie können ebenso erzählerische Technik, ästhetisches Verfahren oder Ort politischer Aushandlung sein. Immerhin wird im Aufzeigen und Benennen ebendieser Lücken oft ein gesamtgesellschaftlicher Missstand erst für viele sichtbar.

    Für die zwölfte Ausgabe der [kon] suchen wir zugängliche Texte, die sich gezielt mit diesen unterschiedlichen Aspekten, Theorien und Darstellungen der Lücke auseinandersetzen. Ob Gesetzeslücken, Gender Pay-, Health- oder Orgasm-Gap, Ozonloch oder Ellipsen: Wir begrüßen kreative Ideen und Beiträge, die sich sowohl inhaltlich als auch in ihrer Form über das ganze Spektrum der Disziplinen verteilen. Mögliche Themenfelder für Beiträge können sein: 

    Kunst & Musik

    Künstlerïnnen arbeiten konstant mit Lücken, Pausen und Negativformen: Kara Walkers Scherenschnitte in der Ausstellung »Dispatches from A–«, Rachel Whitereads Abgüsse von Innenräumen und Alberto Giacomettis Skulptur L‘objet invisible geben Abwesendem eine Oberfläche. In Filmen und Erzählungen erzeugen Ellipsen, Zeitsprünge, jump cuts oder missing scenes Spannung und Bedeutung. In der Musik schaffen strategische Pausen wie in Billie Eilishs ›When the Party’s Over‹ Intimität; in John Cages ›4’33‹ wird Stille wiederum zur radikalen Geste.

    Theorie & Philosophie

    Die Rezeptionsästhetik zeigt, dass alle Erzählungen zwangsweise lückenhaft sind, und versteht diese Leerstellen als Aufforderung an die Leserïnnen, Sinn aktiv mitzuproduzieren. Auslassungen stehen außerdem am Anfang vieler postkolonialer Ansätze: Edward Said analysiert das Schweigen über die Sklaverei in Jane Austen’s Mansfield Park, Gayatri Chakravorty Spivak zeigt, wie marginalisierte Personengruppen von Diskursen ausgeschlossen

    werden und Homi Bhaba öffnet mit seinem Konzept der Hybridität einen Raum zwischen binären Oppositionen.

    Sprache, Erzählen & Typografie 

    Texte und Performances inszenieren Lücken auf unterschiedliche Weise: Durch rhetorische Pausen, mit fehlenden Vokalen oder in der Differenz zwischen Schrift und Lautsprache – wie bei Jehona Kicajs albanischem Roman ë. Lücken werden sichtbar in Ver- und Abkürzungen, über Leerstellen zwischen Panels in Comics oder durch Zeichen wie … oder _____. Und literarische Texte von Jean Rhys Wide Sargossa Sea bis Madeline Millers Circe stellen marginalisierte oder ungehörte Perspektiven ins Zentrum und machen so Lücken in kanonischen Texten sichtbar.

    […]

    Wie Aufzählungen das so an sich haben: Es gibt noch Lücken. Wir suchen ebenso Beiträge, die sich dem Thema »Lücke«, persönlich, spielerisch oder poetisch nähern – etwa ausgehend von körperlichen Merkmalen wie Zahnlücken, Haarausfall oder Thigh Gaps, der Trauer um fehlende Menschen, Lücken im Kurz- oder Langzeitgedächtnis oder in der Bearbeitung von Leerstellen in Familien- und Firmengeschichten. Wo finden sich in aktuellen Diskursen übersehene Perspektiven? Welche Geschichten erzählen individuelle Lücken über eine Gesellschaft? 

    Die einzige Auslassung, die wir in der [kon] No. 12 explizit begrüßen, sind Texte, die menschenverachtender Inhalte reproduzieren.

    Einsendung für die Ressorts Essay und Feuilleton:

    Abstracts von ca. 300 Wörtern für Essay- und Feuilletonbeiträge erbitten wir mit einer Kurzbiografie bis zum 15. März 2026 an essay@kon-paper.com bzw. feuilleton@kon-paper.comDie Länge der fertiggestellten Essay- und Feuilleton-Beiträge beträgt entweder max. 9.000, 14.000 oder 19.000 Zeichen, die Festlegung der genauen Zeichenzahl und Abgabedaten erfolgt gemeinsam mit den Ressortleiterïnnen. Die Auswahl der Beiträge erfolgt bis etwa Ende April 2026.

    Einsendungen für das Ressort Wortkunst:

    Alle poetischen Beiträge (max. 5 Seiten) bitte in einer offenen Datei an wortkunst@kon-paper.com. Alle Vorgaben und den Call for Papers für die Wortkunst findet ihr im Call for Wortkunst.

    Wir freuen uns auf eure kreativen Einsendungen zum Thema »Lücke«! Euer [kon]-Team

    Christine, Henriette, Larissa, Paula, Susanne & Pia

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Pia Lobodzinski

Herausgeberin & Chefredakteurin
1. Vorsitzende [kɔn]-Paper e.V.
info@kon-paper.com

Berlinerin auf Abwegen, arbeitet in
Dresden an ihrer Promotion zum politischen
Potential literarischer Texte.


 Das liebste [k​on]-Wort: 
»Konter«. Von Kontern bis Konterbier exzellent.
 

Julia Hell

ehem. Herausgeberin, Gründerin & Creative Lead
info@kon-paper.com

Berlinerin, Gestalterin, Crazy Plantlady. 


Mein liebstes [kon]-Wort: 
Konstrukt Substantiv, Neutrum [das] - es beschreibt unter anderem eine »gedankliche Hilfskonstruktion für die Beschreibung erschlossener Phänomene«.
  

Henriette Hufgard

Essay
essay@kon-paper.com

Regensburgerin in Berlin, schreibend, schauend und lesend zwischen Büchern und Bildern, zwischen Philosophie und Kunst(Geschichte)

Lieblings-[kɔn]-Wort:
Kon-stella-tion.
Ein Wort für Gruppendynamiken, Parksituationen und Regierungsparteien, in dem sich heimlich der Sternenhimmel verbirgt.

Michael Lorper

Ressort Essay
essay@kon-paper.com

Meistens in Regensburg und München, mitunter anderswo. Promoviert über multimediale Schreibweisen und männliche Gewalt in den Werken Klaus Theweleits. Musik-affin und (manchmal) soziabel.

Lieblings–[k​ɔn]-Wort:
Konzert.

Paula Odenheimer

Ressort Feuilleton

2. Vorsitzende [kɔn]-Paper e.V.
feuilleton@kon-paper.com

Zwischen Oxford und Berlin, Masterabschluss
und Promotionsbeginn, Schreiben und Lesen,
Herausfinden und Wissen.

 
Lieblings-[k​ɔn]-Wort: 
Konzentration. führt zu kürzeren Arbeitstagen und schönen Gesprächen.

Susanne Mathies

Ressort Wortkunst
wortkunst@kon-paper.com

Christine Johanna
Seidensticker

Ressort Wortkunst
wortkunst@kon-paper.com

Arbeitet in Leipzig als Lektorin, Redakteurin
und freischaffende Lyrikerin.

Liebstes [k​ɔn]-Wort:
»Konfetti«. Einst aus dem Italienischen entlehnt,
ist es zwar nicht mehr süß, aber immer bunt.

Larissa Fey

Ressort Wortkunst
wortkunst@kon-paper.com

 DiplomKommunikationsdesignerin mit einer Leidenschaft für’s Detail.


Lieblings-kon-Wort:
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Kai Krämer

Support und Veranstaltungen

Ist ein Pferd mit zwei Köpfen und lebt in Leipzig.


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