[kon] No. 5 — KITSCH

2018

Dass Kitsch bei genauem Hinschauen viel mehr ist als nur der geschmacklos-schmalzige kleine Bruder großer Kunst, zeigt spätestens Susan Sontag in den 1960ern. ›Camp‹ à la Oskar Wilde versah alles mit doppelten Anführungszeichen und rüttelte so an fixierten Kategorien wie »Mann«, »Frau« oder auch »Kunst« – doch welches Potenzial steckt heute in YouTube-Anleitungen zu nicht-essbaren Einhorn-Torten, Diddl-Mäusen oder dem Heimat-Kitsch in Kneipen? Warum gibt es so viele Likes für alles was glitzert? Wie ist es um das aktuelle Verhältnis von Kunst zu Kitsch bestellt, wo Jeff Koons »Winter Bears« durch die Museen der Welt reisen? Wie funktioniert Kitsch in Liebesgedichten? Und was hat das alles eigentlich mit Marx zu tun?

 

 

 

»Du postest ein Foto auf ­Facebook,
ich weiß, es ist für mich.
Ich interessiere mich für eine ­Veranstaltung
in deiner Nähe, du weißt, die Veranstaltung,
für die ich mich interessiere, ist
deine Nähe.«

Martin Peichl – Verliebte Verbrecher

Autor*innen dieser Ausgabe:

ESSAY:

Sebastian Schuller
Felix Brandner
Ioana Moraru/
Magda Hirschberger
Lina Krämer


 

FEUILLETON:

​Felix Lindner
Florentine Emmelot,
Magda Hirschberger &
Pia Lobodzinski
Julia Weigl
Anna Ehrlicher
Felicitas Friedrich

WORTKUNST:

Sebastian Görtz
Matthias Dietrich
Alisha Gamisch
André Patten
Raoul Eisele
Slata Roschal
Martin Peichl

Mitwirkende dieser Ausgabe:

Sebastian Huber, Elena Donea, Florentine Emmelot, Maria Fixemer, Eva Fritsch, Tamara Fröhler, Cristina Muşat, Chris Reitz, Christiane Schäfer, Julia Viehweg, Raphael Wiegand